Als Elektrolokomotiven bezeichnet man Fahrzeuge die selbst keine Nutzlast transportieren

Als Elektrolokomotiven bezeichnet man Fahrzeuge die selbst keine Nutzlast transportieren. Man findet bei Elektrolokomotiven den Antrieb in rein elektrischer Form.
Die Entwicklung der Elektrolokomotiven, manchmal auch E-Loks oder Elektroloks genannt, hatte ihre Blütezeit im Deutschen Reich von 1910 bis 1945. 1910 wurde der Elektroantrieb dann endlich auch auf den Hauptstrecken heimisch und nicht wie bisher nur in den Straßenbahnen. Um dieses Projekt zu realisieren loteten Ingenieure vieler Nationen alle Möglichkeiten des Fahrezeugsbaus und der Elektrotechnik aus. Doch bis dieses Vorhaben realisiert werden konnte war es ein harter Weg. Vgl. Vetter, Klaus- J.: Deutsche Lokomotiven. München 2010, S. 146
Werner von Siemens konstruierte eine kleine elektrische Lokomotive, die er auf einer Industrieausstellung in Berlin zum ersten mal zeigte. Am 31. Mai 1879 fuhr diese zum ersten mal. Sie zog einen kleinen Zug mit Besuchern. Diese erste kleine elektrische Eisenbahn erregte großes Aufsehen. Während der 4 monatigen Ausstellung benutzen 80000 Personen die Eisenbahn. Die kleine Eisenbahn besaß eine Leistung von etwa 3 PS und lief mit 150 V-Spannung. Eine dritte Schiene , die zwischen den Fahrschienen gelagert war arbeitete als Stromschuh zur Stromabnahme. Durch Zahnräder erfolgte die Übertragung der Antriebskraft auf die Räder. Als Starter diente ein Flüssigkeitsanlasser. Diese kleine Lokomotive von Werner von Siemens ist immernoch in besten Zustand und befindet sich im Deutschen Museum in München. Vgl. http://www.e94114.de/Eisenbahn/Elektrolokomotiven/Geschichte.htm